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1.8.2026 Der Sommer ist noch da. Aber nicht mehr lange.
1. Der Sommer ist noch da. Aber nicht mehr lange.
1. Der Sommer ist noch strahlend. Die Tage sind warm, das Wasser ist aufgeheizt, die Natur steht in voller Kraft.
2. Vielleicht bist du verreist und genießt einen anderen Ort. Vielleicht bleibst du zu Hause und entdeckst deine Stadt neu, im August plötzlich ruhiger und leerer. Vielleicht ziehst du dich aufs Land zurück oder genießt einfach (d)einen Garten.
3. Du kannst den Hochsommer noch einmal ganz in seiner kraftvollen Fülle erleben.
4. Und doch ist etwas anders als im Juli.
5. Du weißt bereits, dass der Sommer nicht bleiben wird.
6. Vielleicht bemerkst du es an den langsam aber stetig kürzer werdenden Tagen. Am veränderten Einfall des Lichts. An den reifen Früchten.
7. Der Sommer beginnt, seinen Zenit zu überschreiten.
8. Noch ist er warm. Noch ist er voller Kraft. Vielleicht sogar auf seinem Höhepunkt.
9. Aber irgendwo in der Ferne ist sein Ende bereits angezählt. Wahrnehmbar.
10. Und genau darin liegt etwas Besonderes.
11. Denn kein noch so schöner Moment lässt sich festhalten.
12. Alles hat einen Anfang. Eine Mitte. Einen Höhepunkt – oder vielleicht auch einen Tiefpunkt. Und irgendwann ein Ende.
13. Vielleicht ist das kein Grund, weniger zu genießen.
14. Vielleicht ist es gerade der Grund, noch bewusster zu erleben.
15. Was wolltest du diesen Sommer unbedingt tun?
16. Erinnerst du dich an den Winter?
17. An die kalten, dunklen Tage, an denen du dich nach Sonne gesehnt hast?
18. Vielleicht hast du dir vorgestellt, wie du im See schwimmst. Ein Eis in der Sonne isst. Yoga im Freien praktizierst. Zeltest. Früh aufstehst, um den Sonnenaufgang zu sehen. Eine Radtour unternimmst. Barfuß durch das Gras gehst. Einen Tag lang nichts tust.
19. Und dann kam der Sommer.
20. Vielleicht hast du manches davon schon umgesetzt. Vielleicht auch nicht.
21. Dann ist jetzt ein guter Moment, dich daran zu erinnern.
22. Was hast du dir für diesen Sommer gewünscht, das du noch immer nicht getan hast?
23. Ich habe mir zum Beispiel seit Jahren vorgestellt, einmal auf einem SUP-Board zu stehen.
24. Immer wieder dachte ich: Das würde ich wirklich gerne einmal ausprobieren.
25. Aber irgendwie ergab es sich nie.
26. Bis jetzt. Vor kurzem war ich auf einer Taufe bei Berlin. Und plötzlich war die Gelegenheit da: ein See, Sommer, ein SUP-Board – und ich konnte es endlich testen.
27. Und weißt du was?
28. Es war genauso schön, wie ich es mir vorgestellt hatte.
29. Und gleichzeitig ganz anders.
30. Ich weiß jetzt, wie es sich tatsächlich anfühlt.
31. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem aus einem Wunsch eine Erfahrung wird.
32. Also: Wenn es etwas gibt, das du dir für diesen Sommer vorgenommen hast, aber noch immer nicht umgesetzt hast – vielleicht ist jetzt der Moment.
33. Geh noch einmal in den See.
34. Iss das Eis.
35. Schlaf unter freiem Himmel.
36. Übe Yoga im Garten.
37. Steh früh auf und beobachte, wie der Tag beginnt.
38. Probier etwas aus, das du schon immer einmal machen wolltest.
39. Und dann erlebe, was du dir gewünscht hast.
40. Vielleicht wird es genauso, wie du es dir vorgestellt hast.
41. Vielleicht wird es ganz anders.
42. Vielleicht wartet gerade darin eine kleine Überraschung auf dich.
43. Was in deinem Leben hat seinen Zenit bereits überschritten?
44. Und vielleicht geht es im August nicht nur um den Sommer.
45. Vielleicht geht es um etwas in deinem Leben, das gerade noch wunderschön ist – und bei dem du gleichzeitig spürst, dass sich etwas verändert.
46. Etwas, das seinen Höhepunkt bereits überschritten hat.
47. Eine Lebensphase.
48. Eine Beziehung.
49. Eine Aufgabe.
50. Ein Traum.
51. Eine Rolle, die du lange ausgefüllt hast.
52. Oder vielleicht etwas ganz anderes.
53. Manchmal wissen wir es sofort.
54. Und manchmal öffnet allein die Frage ein kleines Tor.
55. Ein Tor zu einer Klarheit, die vorher noch nicht da war.
56. Zu einer Erkenntnis, die wir vielleicht noch nicht ganz annehmen wollen.
57. Zu der leisen Ahnung, dass sich etwas verändern wird.
58. Der August lädt uns ein, auch das wahrzunehmen.
59. Nicht um uns etwas Schönes zu nehmen.
60. Sondern um es wirklich in seiner Fülle zu erleben, solange es da ist.
61. Nichts bleibt, wie es ist
62. In der Bhagavad Gita wird daran erinnert, dass Erfahrungen wie Wärme und Kälte, Freude und Schmerz kommen und wieder gehen. Sie gehören zum Leben – aber sie bleiben nicht unverändert.
63. Vielleicht liegt darin eine Form von Freiheit:
64. Nicht darin, den Wandel aufzuhalten.
65. Sondern darin, den gegenwärtigen Moment ganz zu empfangen.
66. Die Wärme.
67. Das Licht.
68. Die Fülle.
69. Die Freude.
70. Und auch das Wissen, dass all dies vergänglich ist.
71. Der August im Spiritual Gym
72. Vielleicht möchtest du diesen Gedanken nicht nur lesen, sondern ihn in deinem eigenen Leben weiterbewegen.
73. Im Spiritual Gym nehmen wir uns Zeit, diesen spezifischen Fragen nachzugehen.
74. Wir üben.
75. Wir hören.
76. Wir meditieren.
77. Wir reflektieren.
78. Wir bewegen uns.
79. Und wir integrieren.
80. Wir schauen auf die Fülle und auf den Zenit.
81. Auf das, was gerade ganz da ist. Auf das, was sich bereits verändert.
82. Auf das, was wir noch erleben möchten.
83. Und vielleicht auch auf das, was wir langsam loslassen dürfen.
84. Vielleicht entdecken wir dabei, dass Loslassen nicht immer bedeutet, etwas zu verlieren.
85. Manchmal bedeutet es einfach, einen schönen Moment nicht festhalten zu müssen.
86. Ihn ganz zu erleben.
87. Dankbar zu sein, dass er da war.
88. Und ihn dann, wenn seine Zeit gekommen ist, wieder ziehen zu lassen.
89. Vielleicht ist genau das die eigentliche Fülle: Einen Augenblick in seiner ganzen
90. Schönheit zu erleben, ohne ihn festhalten zu müssen.
91. Ich wünsche dir einen August voller schöner Augenblicke!
92.
1.8.2026 Der Sommer ist noch da. Aber nicht mehr lange.
Saskia Rettig-Schmidt
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